LAMY safari: das Design-Chamäleon

LAMY safari: das Design-Chamäleon

15 Gramm, 14 Zentimeter. Von dieser schmächtigen Erscheinung sollte man sich nicht täuschen lassen: Der LAMY safari ist alles andere als ein Leichtgewicht. Tatsächlich ist er in seiner Kategorie das meistverkaufte Schreibgerät weltweit. Was steckt hinter der Faszination LAMY safari?

Es gibt wenige Orte auf der Welt, an denen man ihm nicht begegnet. In Hörsälen und Architekturbüros, in Kanzleien und Büros; in Mumbai und New York, in London und Berlin, von Peking bis Moskau. Er ist ein Allrounder, der fast überall zum Einsatz kommt, beim Schreiben ebenso wie beim Entwerfen und Zeichnen. Was macht dieses Schreibgerät so beliebt?

Seine unprätentiöse Erscheinung hat daran großen Anteil, glaubt Art Director Mike Meiré. „Der LAMY safari ist ein Chamäleon. Er ist wandelbar und passt sich an verschiedene Umgebungen an, sowohl funktional als auch im Design.“ Gleiches gilt für seinen Zwilling LAMY AL-star, der aus Aluminium gefertigt wird, sowie den durchsichtigen LAMY vista.

Diese Vielseitigkeit beruht auf dem Prinzip konsequenter Reduktion, das Lamy sich zur Philosophie gemacht hat: Das Design leitet sich konsequent aus der Funktion ab und verzichtet auf überflüssige Details. „Wir fragen nicht nur: Was sieht gut aus?, sondern vor allem: Was macht das Produkt besser?“, erklärt Marco Achenbach, verantwortlich für Produktmanagement und Entwicklung bei Lamy.

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Perfekt für Vielschreiber: der LAMY safari mit seinen ergonomischen Griffmulden

So ist alles, was den LAMY safari unverwechselbar macht, zugleich entscheidend für seine hohe Funktionalität. Der stabile Clip, mit dem sich der LAMY safari am Notizbuch oder in der Hemdtasche befestigen lässt; das Griffstück mit den ausgeprägten Mulden. „Sie sorgen dafür, dass die Finger nicht verkrampfen“, sagt Achenbach. „Deshalb ist der LAMY safari ideal für Vielschreiber.“

Durchdacht sind auch das Tintensichtfenster, durch das man den Füllstand der Patrone im Blick behält, sowie die Form des Korpus. Dieser ist nicht ganz rund, sondern an den Seiten abgeflacht, damit er nicht vom Schreibtisch rollt. Die Feder lässt sich leicht austauschen und ist in verschiedenen Breiten erhältlich. Das macht den Füllhalter auch in Asien besonders beliebt, da sich die feine Feder für filigrane Schriftzeichen eignet.

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Der Clip ist das Markenzeichen des LAMY safari.

Eigens fürs Schönschreiben wurde zudem die Variante LAMY joy entwickelt: ausgestattet mit dem gleichen Griff wie der LAMY safari, aber mit einem längeren, konisch zulaufenden Schaft und drei Kalligrafie-Federn, die sich ebenfalls leicht wechseln lassen. Und das Material? ABS – ein Kunststoff, der für seine Widerstandsfähigkeit und Stoßfestigkeit bekannt ist – im Falle des LAMY safari, und Alumini um im Falle des LAMY AL-star, der ebenfalls einiges aushält und noch dazu besonders leicht ist.

Dank dieser Robustheit kann man sie überallhin mitnehmen – zum Beispiel auf Weltreise wie die Zeichnerin Alicia Aradilla. Seit 2017 reist sie um die Welt und hält die von ihr besuchten Orte in Tinte und Aquarell fest. Den Tempel Wat Pho in Bangkok, den Wasserpalast Jal Mahal in Indien, das tiefblaue Meer auf den Philippinen. Immer dabei: ihr gelber LAMY safari, den sie für ihre lebhaften Skizzen nutzt. Auf ihrem Instagram-Account @a.aradilla lässt sie ihre Community an ihrer farbenreichen Weltreise teilhaben.

Apropos Farbe. Es ist nicht zuletzt die große Farbauswahl, die den LAMY safari so populär macht – von Rot über Blau und Grün bis hin zu Pink. Am be liebtesten ist seit vielen Jahren die Ausführung Umbra, gefolgt von Weiß und Schwarz. Hinzu kommen die metallischen Varianten des LAMY AL-star sowie die Special Editions, die jährlich mit Spannung erwartet werden und bei vielen die Sammelleidenschaft wecken. „Wir experimentieren hier nicht nur mit Farbe, sondern auch mit Oberflächen- und Materialkombinationen“, so Achenbach. „Man darf also gespannt sein, was die nächsten Special Editions bringen.“ Bei diesem Spektrum könnte selbst ein echtes Chamäleon vor Neid erblassen.

Tinte gewordene Erinnerungen: ein Blick in das Reisetagebuch von Künstlerin Alicia Aradilla.
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